Energiestrategie 2050: Nun müssen den Worten Taten folgen

Erstellt am: 18.04.2012 | von: Valentin

Die Energiestrategie 2050 des Bundesrates legt den Fahrplan für die Energiewende und den Atomausstieg der Schweiz fest. Die heute skizzierten Eckpfeiler der Energiestrategie sind allerdings noch zu zögerlich. Die Allianz «Nein zu neuen AKW» fordert vom Bundesrat verbindliche Aussagen zur Ausserbetriebnahme der alten AKW sowie, dass die Energiewende nicht nur beobachtet, sondern mit griffigen Massnahmen umgesetzt wird.

Heute Mittwoch hat der Bundesrat die Eckpunkte der Energiestrategie 2050 konkretisiert. Zu begrüssen ist, dass der Bundesrat vom Bau neuer AKW absieht. Ungenügend ist jedoch das Fehlen von verbindlichen Abschaltdaten für die fünf bestehenden AKW. Befristete Laufzeiten schaffen klare Verhältnisse und Planungssicherheit für Investoren in erneuerbare Energieanlagen. Die Risikoreaktoren in Mühleberg und Beznau gehören sofort abgestellt.

Grosskraftwerke haben ausgedient

Die Bilanzmedienkonferenzen der grossen Stromversorger Axpo, Alpiq und BKW haben in diesem Frühjahr gezeigt, dass ihre auf Grosskraftwerke fixierten Geschäftsmodelle im aktuellen europäischen Umfeld nicht mehr funktionieren. Es ist an der Zeit, die dezentrale Energieproduktion zu forcieren und die Effizienzpotenziale auszuschöpfen. Denn einheimische erneuerbare Energien und Energieeffizienz schaffen Wertschöpfung und Arbeitsplätze vor Ort und tragen längerfristig zur Versorgungssicherheit der Schweiz bei. Nun gilt es, den schönen Worten Taten folgen zu lassen und die heute skizzierte, erste Etappe der Energiestrategie mit zielführenden Instrumenten im Bereich der Stromeffizienz und der erneuerbaren Energien anzureichern. Denn es fehlen nach wie vor griffige Massnahmen, welche den Stromverbrauch in der Schweiz endlich senken.

Download Medienmitteilung der Allianz «Nein zu neuen AKW» vom 18. April 2012 (PDF)

 

Jürg Buri, Geschfätsführer der Schweizerischen Energiestiftung SES und Präsident der Allianz «Nein zu neuen AKW» in der Tagesschau:

Tagesschau vom 18.04.2012

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