Keine Renaissance der Atomenergie

Erstellt am: 02.05.2012 | von: Valentin

In Europa werden die Pläne für neue Atomkraftwerke stapelweise zu Altpapier. In Bulgarien verzichtet die Regierung auf einen Meiler an der Donau. Gleichzeitig ziehen sich die deutschen Stromkonzerne E.on und RWE aus geplanten Projekten in Grossbritannien zurück.

Grund für den Rückzug aus den Projekten sind beider Orts die hohen Kosten. In Bulgarien stiegen Forderungen des russischen AKW-Bauunternehmens seit dem Baubeginn kontinuierlich an, bevor die Regierung die Reissleine zog. Auch RWE und E.on gaben an, sich aufgrund der tiefen Strompreise, der langen Verzögerungen und der ausufernden Kosten aus ihren Bauvorhaben zurückzuziehen. Ursprünglich beabsichtigten die beiden Stromgiganten, über ein Joint Venture fünf bis sechs Meiler zu bauen. Stattdessen plant E.on in Grossbritannien vermehrt in erneuerbare Energieträger zu investieren, welche eine schnellere Rendite versprechen. Auch das traditionell AKW-freundliche Frankreich will verstärkt auf Windenergie setzen. Der linke Präsidentschaftskandidat Hollande versprach, bei einem Wahlsieg mittelfristig die Hälfte der französischen Meiler abzuschalten.

Wer will sich noch an AKW die Finger verbrennen?

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Kategorie(n): Atomenergie | Tags: , , ,

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