Der März ein Jahr nach der Fukushima-Katastrophe war ein freudiger Monat für Bern und die Bewegung, die sich für die Abschaltung des AKW Mühleberg einsetzt. Erst die erfolgreiche Beschwerde gegen die unbefristete Betriebsbewilligung, dann die Unterstützung durch die Stadt Bern und die Grossdemo «MenschenStrom gegen Atom».
Anfang März hat das Bundesverwaltungsgericht die Beschwerde gegen die unbefristete Betriebsbewilligung für das AKW Mühleberg gutgeheissen. Die Betreiberin BKW muss nun Mitte 2013 beim UVEK ein detailliertes Instandhaltungskonzept einreichen, will sie das alte AKW weiterbetreiben. Doch die BKW und das UVEK ziehen das Urteil ans Bundesgericht weiter, was wiederum die Stadt Bern dazu bewogen hat, dem «Komitee Mühleberg Ver-fahren» beizutreten, welches als Beschwerdeführer auftritt. Der Berner Gemeinderat fordert, dass das AKW vom Netz soll.
Einen bunteren und musikalischeren Weg wählten die rund 8’000 Demonstranten von «MenschenStrom gegen Atom». Vom Bahnhof Gümmenen zum AKW Mühleberg marschierten sie, mit klaren Forderungen an Politik und Stromwirtschaft: Sofortige Ausserbetriebnahme der AKW Mühleberg und Beznau, Konkretisierung des Atomausstiegs sowie rascher und konsequenter Umstieg auf erneuerbare Energiequellen.
AKW Mühleberg nur noch bis 2013 am Netz?
