Mit Investitionen in der Höhe von CHF 700 Mio. will die Axpo die Laufzeit der Uralt-Reaktoren Beznau I und II auf über 50 Jahre erhöhen. Dafür sind diese aber nie konzipiert worden.
Die Axpo hat diese Woche zu einer Medienführung ins Innere des AKW Beznau 1 geladen. Dabei bekräftigte Axpo-Konzernchef Manfred Thumann das Ziel, das AKW Beznau mittels Nachrüstungen in der Höhe von CHF 700 Mio. für eine Laufzeit von mehr als 50 Jahren fit zu machen. «Technisch ist es möglich, alles zu ersetzen», so Thumann gegenüber dem Tages-Anzeiger.
Dem widerspricht Jürg Joss, Vizepräsident von Fokus Anti-Atom: «Auch ein Einfamilienhaus-Besitzer renoviert ab und an sein Haus, aber wenn der Keller irgendwann nicht mehr trägt, fällt das Gebäude zusammen», so Joss gegenüber von 10vor10. «Das Kraftwerk wurde für eine Laufzeit von 25 Jahren konzipiert und wird nun schon seit mehr als 40 Jahren betrieben. Es ist klar, dass es nicht für eine Laufzeit von 60 Jahren ausgelegt ist.» Dass die Axpo bereit sei, in diesem Ausmass in den Ausbau der AKW-Sicherheit zu investieren, wertet Joss als Eingeständnis des Betreibers.
Einen Überblick über die zahlreichen Mängel – von der altmodischen Notstromversorgung bis hin zu den «Unregelmässigkeiten» im Reaktor-Deckel – gibt das Factsheet (PDF) der Aktion Stopp-Beznau.
